




| DJV-Agitprop: Null Kommentare |
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| Sonntag, 18. Mai 2008 | |
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Es ist der bekannte
Unterschied von „gut gemeint“ und „gut“: Hendrik „Empörungsautomat“ Zörner, als
„DJV-Pressesprecher“ mit nahezu täglichen Invektiven gegen alles und jedes
heftig nervender Protestprozent, wollte der Welt einmal zeigen, wie man einen
„Qualitäts-Blog“ im Internet für den deutschen Qualitäts-Journalisten ins Werk
setzt. Am Donnerstag, dem 1. März 2007, begann unter seiner Federführung der
„Blog Pressefreiheit“. Den ersten - natürlich schwer empörten - Beitrag über
Telefon-Abhören bei Reportern der „Wolfsburger Allgemeinen“ schrieb Zörners
Untergebene Nicole von Stockert. Eigentlich muss dann in einem Blog ein Echo
kommen, Antworten, Gegenmeinungen, Kritisches. Doch wer glaubt schon an so was
beim DJV? Und so geschah - nichts. Niemand wollte von Stockerts Empörung über
die Abhörerei in der niedersächsischen Provinz teilen.
Auch über die wütenden
Proteste gegen das „Caroline-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofs und wegen
eines angeblichen Berichterstattungsverbots bei Künstler-Konzerten entschied
der Blogger-Markt gnadenlos: Null Kommentare. Die Kapitalstrafe für Nervensäge
Zörner und seinen Vorsitzenden Michael „Das Weichei“ Konken, der erst jüngst
die Blogger-Szene gegen den DJV aufbrachte, weil er schlichten Gemüts behauptet
hatte, Blogger seien so gut wie alle keine Journalisten, sondern
„Schmierfinken“.
Erst bei der elften
Geißelung eines bösen Verstoßes gegen die Pressefreiheit rührte sich ein
einsamer Mitstreiter: „Miklos“ fand die Aktivitäten des Verfassungsschutzes bei
der Fußball-WM „unglaublich“.
Den nächsten Blog-Eintrag
aus Zörners Agitprop-Werkstatt kommentierte dann ein besonders Begnadeter:
Zörmer kommentierte Zörner, Selbstgespräche eines DJV-Funktionärs. Offenbar ein
Modell mit Zukunft für eine Gewerkschaft, die kaum noch öffentlich wahrgenommen
wird.
Dann meldete sich der
geheimnisvolle „Miklos“ wieder. Die Pressezensur auf Kuba sei doch etwas
„unschön“ - ah ja. Nur Anna Politkowskaja brachte es auf „3 Kommentare“,
allerdings alle von „Krusenstern“.
Die meisten weiteren
Blog-Versuche des von der vor Jahren zusammengebrochenen niedersächsischen
SPD-Regierung umgebetteten Propaganda-Fieslings Zörner endeten im Nichts.
Insgesamt 57 Themen wurden im „DJV-Blog Pressefreiheit“, alle durch die
Verbandsfunktionäre, aufgemacht. Nur zu jedem vierten meldete sich überhaupt
jemand. Und unter den „Kommentaren“ taucht „Pressereferent“ Hendrik Zörner
verdächtig oft auf - Selbstexegese eines fatal gescheiterten Bloggers. Die
„Schmierfinken“ draußen im richtigen Leben wollen wohl mit dem DJV nichts zu
tun haben.
Die bislang letzte
Meldung stammt vom 20. März 2008. Ein gewisser Hendrik Zörner protestiert ganz
arg gegen die Ausweisung von Journalisten aus Tibet. Das Ergebnis: Null
Kommentare.
Seither herrscht das
große Schweigen. Der Ausflug des altbackenen DJV in die Welt des Internets und
der Blogger ist abgeblasen, die Trümmer des gescheiterten Versuchs sind nur
noch über Umwege auf der Homepage zu erreichen.
Da schmunzelt er
herzhaft, der gemeine Schmierfink. |
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