




| DJV Spalter-Clubs: Unternehmen Wasserschlag |
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| Sonntag, 27. April 2008 | |
VBJ-Jubler
stimmen für Fusion: Der Rest ist Schweigen
Gerhard Kothy, Spalter-Hauptmann aus Berlin, hat viel Erfahrung mit dem Verschleiern der Wirklichkeit. Beim insolventen, vom DJV-Berlin als linke Sekte abgespaltenen „Verein Berliner Journalisten“ (VBJ) gibt es nicht viel, worüber der RBB-Parteibuchmann gerne spricht. Sein Club, so hatte er es im Juli 2004 versprochen, sollte eine „Erfolgsgeschichte“ werden - zu mehr als einem Subventionsgrab hat es dann nicht gereicht. Damit man überhaupt einmal etwas von ihm hört, wie jüngst im DJV-Gesamtvorstand, verlegt sich der Spalter-Fürst auf Agitprop. So fabulierte Kothy unverdrossen, man sei zusammen mit dem längst vermögenslos zusammengebrochenen „Brandenburger Journalisten-Verband“ (BrJV) des abgetauchten Thomas „Der Schokoladenmann“ Mensinger „ein großes Stück weitergekommen“. „Wohl als Geisterfahrer in die falsche Richtung“, rief Brandenburgs Conen dazwischen.Da ist ’was dran. Denn vor Tische las man’s anders. VBJ und BrJV, so die vollmundigen öffentlichen Ankündigungen, wollten „fusionieren“ zum „ersten länderübergreifenden Landesverband des DJV“. Das alles natürlich, so die treuherzigen Apparatschiks der beiden abgespaltenen Verbände, nur zum noch größeren Wohl der Mitglieder - und nicht etwa, weil grotesker Dilettantismus der Spalterfürsten Kothy und Mensinger kurioserweise nicht trotz, sondern wegen immer neuer Unterstützungs-Kredite geradewegs und von Anfang an in die Insolvenz geführt hatten. Durch „Fusion“, so verbreiteten die Wohltäter tatsachenfrei, werden sich die Schulden von zusammen über 500.000 Euro wie von Zauberhand verflüchtigen - der „Neuanfang“ werde quasi jungfräulich ohne „Miese“ vonstatten gehen. Am 2. Oktober 2007, vor schon acht Monaten, hatten die Berliner und die Brandenburger Spaltergruppen im Potsdamer „Hotel am Griebnitzsee“ getrennte Mitgliederversammlungen mit jeweils nur wenigen Getreuen abgehalten und anschließend triumphierend verkündet: „Gemeinsamer Verband zum 1.1.2008 - Fusion mit Brandenburg perfekt“. Doch nach dem Hochamt am Griebnitzsee brauste die Orgel nie wieder. Der 1. Januar ging ins Land, doch es geschah nichts. Aus der „Fusion“ der insolventen Einzel-Subventionsgräber zum Massengrab ist nichts geworden. So wird es auch bleiben. Es ist der DJV-typische Dilettantismus. Verbandseigene Groß-Juristen wissen genau, wie es geht. Und dann geht es schief. Die beiden beteiligten Registergerichte in Berlin und Potsdam waren angesichts der offensichtlichen Überschuldung sowohl der bisherigen Vereine wie des erhofften neuen nicht amüsiert. Denn Brandenburgs Hans Werner Conen („Jeden Tag eine gute Tat!“) hatte in einem langen Brief an beide Rechtspfleger haarklein dargelegt, dass und warum der neue Verein gar nicht eingetragen werden darf. So hatten die Spalter-Hauptleute die am 30. August 2007 vom DJV-Gesamtvorstand - nichtig, weil ohne Tagesordnung - beschlossenen „Rangrücktritte“ vorgelegt. Die freilich - von einer Internet-Seite falsch abgeschrieben - waren für Kapitalgesellschaften mit Stammkapital und Gesellschaftern formuliert - und für einen Verein von vornherein nicht zutreffend. Dass überdies die unter DJV-Apparatschiks als Offenbarung gefeierte gemeinsame Satzung des neuen Wunsch-Vereins so tölpelhaft ausgefallen war, dass die Gerichte auch insoweit nicht mitspielen mochten, kam erschwerend, aber schon nicht mehr entscheidend hinzu. Ein bekannter Berliner Vereinsjurist nach Lektüre der einschlägigen Unterlagen beim Spargel-Essen mit dem Brandenburgischen CEO und Freunden: „Unternehmen Wasserschlag“. Inzwischen spricht man einfach nicht mehr über die „Fusion“. Kothys VBJ tut einfach so, als wäre nie etwas gewesen. Und damit der Schuldenkaiser mit dem noblen Büro auf Pump in Berlin-Mitte nicht vollends in Vergessenheit gerät, berichtet er den staunenden Kollegen, die Landesverbände, seiner und der Mensingers, kooperierten doch tatsächlich miteinander. Das ist so, als wollten zwei, deren Eheschließung geplatzt ist, die irritierte Verwandtschaft durch die Mitteilung trösten, man habe aber Pizza beim Italiener gegessen. Sogar ein Super-Markenzeichen haben sich die verhinderten Fusionäre ausgedacht: „DJV & Friends“ - Freunde in der Not... Den schon überall herausposaunten neuen Namen des Traum gebliebenen neuen Verbands können sie nicht nutzen: „Journalisten-Verband Berlin-Brandenburg“ und das Kürzel „JVBB“ haben sich längst andere gesichert, auch im Internet. Eine bange Frage an den Insolvenzverwalter des DJV-Berlin, ob dieser wenigstens die Buchstabenfolge „JVBB“ herausrücken möchte, erntete eine knappe Antwort: Nein. Während der abgespaltene VBJ immerhin existiert, wenn auch nach Versiegen so mancher Geldquelle mit radikal eingedampftem Programm, gibt es den Spalterclub des Thomas „Der Schokoladenmann“ Mensinger nur noch auf dem Papier. Die Geschäftsstelle in Potsdam, sinnvollerweise über einer Apotheke angesiedelt, ist längst geschlossen und zur Neuvermietung ausgeschrieben. Und Mensinger, der sich einen großen Teil der „Aufbaukredite“ als „Honorar“ in die eigene Tasche gesteckt hatte, wird schon seit Monaten nirgends mehr gesehen. Ein Verbandsleben gibt es nicht mehr, die Funktionäre sind auf und davon. Auch das hatten sich Konken, Engeroff und die anderen „Täter von Schwerin“ einmal ganz anders vorgestellt - wie die „blühenden Landschaften“. Leider ist der Gärtner seit Anfang November 2007 nicht mehr gesehen worden - er wird doch nicht? |
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