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DJV Baden-Württemberg: Notopfer „Kleiner Stalin“ Drucken E-Mail
Mittwoch, 21. Mai 2008
geibel_predigt.pngWas waren das noch für Zeiten, als der Gesamtvorstand des DJV-Landesverbands Baden-Württemberg sich mit so zentralen Fragen wie der zu beschäftigen hatte, ob ein markt-liberal denkendes DJV-Mitglied seine politische Überzeugung „widerrufen“ müsse - er musste es, tat es aber nicht. Die Folgen sind bekannt.

Heute, fünf Jahre unter Alleinherrscher Karl „Der kleine Stalin“ Geibel weiter, geht es in DJV-Südwest nur noch ums nackte Überleben. Denn Freizeitprediger Geibel und seiner klassenkämpferischen Glaubensgemeinschaft steht das Wasser bis zum Hals, seit Fahnder vom Finanzamt Stuttgart-Körperschaften sich durch die kreative Ordnung in der Verbandsgeschäftsstelle im Stuttgarter Herdweg wühlten.

Was sie fanden, könnte das Ende des 1986 gegründeten und seither ununterbrochen vom Vereinstyrannen Geibel wie sein privater Hinterhof verwalteten DJV-Gaus bedeuten. Denn offensichtlich hat es der Unterschichten-Guru, der schon das Respektieren gerichtlicher Urteile ablehnt, auch mit den Steuergesetzen ähnlich gehalten: Sie gelten stets für die anderen, ein Kämpfer für die bessere Welt wie Geibel muss sich nicht daran halten.

Die Zeche für den Egomanen von Stuttgart sollen die Mitglieder zahlen, bezeichnenderweise die ärmsten am meisten, während Wohlhabende, darunter Geibel selbst, einen Nachlass bekommen. Vor allen die „Sozialbeiträge“ von zehn Euro im Monat ärgern „Karl Marx’ Stellvertreter auf Erden“ so sehr, dass er sie fast völlig abschaffen will. Eine Steigerung von zwanzig Prozent, so der SPD-Genosse, sei den Armen schon zuzumuten. Ein Teil des „unten“ kassierten Mehrbeitrags soll dann den Obolus der Besserverdiener absenken helfen. Der Landesvorstand hat es schon - einstimmig wie in Nord-Korea - beschlossen. Nun schaut der „liebe Führer“, ob es auf dem „Ordentlichen Gewerkschaftstag“ Ende Mai in Mosbach jemand wagt, „nein“ zu sagen.

60.000 Euro soll die Abzocke nach Raubritterart in Geibels Kasse spülen. Viel spricht dafür, dass dies bei weitem nicht reichen wird, die laut geheimem Lagebericht „finanzielle Schieflage“ des Landesverbands Baden-Württemberg zu beseitigen. Allein der Mitgliederverlust im sektenähnlich abgeschotteten Südwest-Club kostet jährlich über 30.000 Euro. Da reichen 60.000 nicht weit.

 
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