




| DJV-Gesamtvorstand: Retter wider Willen |
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| Donnerstag, 06. März 2008 | |
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An ihm liegt es bestimmt
nicht, wenn es der unter Insolvenzverwaltung stehende traditionsreiche
DJV-Landesverband Berlin doch noch schafft, mithilfe eines Insolvenzplans zu
überleben. Michael „Das Weichei“ Konken, nicht als Geistesriese bekannt, hat
vier Jahre lang alles unternommen und noch mehr unterlassen, um den unliebsamen
selbstbewussten Hauptstadtverband von der Erdoberfläche zu tilgen - vom
Ausschluss-Beschluss bis zu der plump grinsenden Weigerung, den Verein des
Peter Pistorius beim Schuldenerlass so zu stellen wie die verhätschelten
Spalter-Clubs in Berlin und Brandenburg.
Doch nun ist es
geschehen: Gequälten Gesichts verkündete der Ex-Marketing-Berater und
Ex-Pressesprecher den betreten dreinschauenden Gewerkschafts-Mogulen, man müsse
wohl dem Vorschlag von Insolvenzverwalter Michael Frege zustimmen. Der hatte
faktischen Verzicht durch „qualifizierten Rangrücktritt“ über schlappe
235.529,62 Euro und sofortigen endgültigen Verzicht auf weitere 132.000 Euro
gefordert, andernfalls er mit den immer noch zahlenden 2.250 Berliner
Mitgliedern aus dem DJV austreten werde.
Nur Berlins Peter
Pistorius lächelte noch etwas ungläubig, denn zu oft hatte er erlebt, dass
seine vorgeblich solidarischen Vorsitzenden-Kollegen aus anderen
Landesverbänden garniert mit hämischen Reden gezielt auf schnellen Untergang
alles unterließen, was Berlin hätte helfen können. So wäre die
spektakulär-peinliche Insolvenzeröffnung vom 1. Dezember 2007 leicht zu
vermeiden gewesen, wenn Groß-Mogule wie Geibel, Stöckel, Dahlmann oder Rieger
am 30. August 2007 nicht nur ihrem Schlappenschammes Kothy, sondern - wie von
dem händeringend erbeten - auch dem grundsoliden Pistorius per Rangrücktritt
seine Schulden faktisch geschenkt hätten.
Statt dessen erschien,
begleitet von „Wahrheitsminister“ Engeroff und „Empörungsautomat“ Zörner, der
glücklose Vorsitzende Konken, um der Mitgliederversammlung des DJV-Berlin nur
Tage vor der Insolvenz hinterhältig zu „raten“, den Verband doch einfach
aufzulösen - und sich dem mit riesigen Subventionen alimentierten linken
Spalter-Club „Verein Berliner Journalisten“ (VBJ) anzuschließen. Für soviel
dreisten Vernichtungswillen bekam Konken dann die Quittung: Eisiges Schweigen
der Versammlung.
Ob das zähneknirschende
Ja zum Insolvenzplan wirklich noch hilft, muss sich noch zeigen. Erst Ende Juni
kommt die Stunde der Wahrheit bei Gericht. Ein rechtzeitiger Verzicht des DJV
hätte nicht nur die Chancen des maladen Landesverbands Berlin deutlich
verbessert, weil die Insolvenz hätte vermieden werden können. Konkens und
Engeroffs Taktieren, offenbar bestimmt von der Hoffnung, den seit Juni 2004 zur
Vernichtung vorgesehenen Landesverband doch noch niedermachen zu können, hat
sehr viel zusätzliches Geld gekostet. „Allein der Insolvenzverwalter wird am
Ende mindestens 100.000 Euro abgreifen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und
weitere Dienstleister halten auch die Hand auf“, weiß ein ungenannt bleiben
wollendes Berliner Vorstandsmitglied, das seinen Zorn auf die „Verlogenheit und
Heuchelei des DJV“ kaum zähmen kann. Tatsächlich kann man sich über die
Duldsamkeit der Mitglieder in Berlin nur wundern. Deren Geld wird für die
Machtspielchen der Konkens, Engeroff und Geibels in dicken Packen verbrannt -
und keiner tut ’was. Nach Annahme des Insolvenzplans, so hat es der - bestens entlohnte - Insolvenzverwalter Michael Frege dem DJV kühl mitgeteilt, werde der Dachverband „wieder einen solventen Geschäftspartner“ haben, im Falle des DJV-Berlin einen normalen Landesverband, der auch Beitrag zahlt. Die Frage ist, ob das DJV-Politbüro das will.
Denn es gibt zwei
Landesverbände allein in Berlin, vier im Großraum Berlin-Brandenburg. Zwei
davon, abgespalten von den traditionsreichen Landesverbänden, behaupten keck,
die „gewünschten“ zu sein, während die anderen nur die „geduldeten“ seien. Die,
der DJV-Berlin und der DJV-Brandenburg, wurden vor ziemlich genau vier Jahren
mit größtem Getöse ausgeschlossen, sind aber nach einer beispiellosen Serie
gewonnener Gerichtsverfahren immer noch da. Der Rauswurf ist endgültig
gescheitert, sogar beim Bundesverfassungsgericht.
Und nun hat es
Mega-Versager Konken schon wieder nicht geschafft: Nicht einmal einen
unstreitig insolventen Verein wird er los - ziemlich erbärmlich. Vorher hatte
„der Mann, der’s nicht kann“, es mit einem böswilligen Insolvenzantrag gegen
Brandenburg versucht und dabei die schwere Krankheit des früheren Vorsitzenden
moralfrei auszunutzen gedacht. Selbst das misslang dem „ersten Arbeitslosen auf
dem DJV-Thron“ kläglich: Das Amtsgericht wies seinen Insolvenzantrag zurück.
Die Ursache der Misere
des Berliner Landesverbands ist nur zum kleineren Teil hausgemacht. Und nur
dieser kleinere Teil kann mit einer Sanierung durch Insolvenzplan „repariert“
werden. Wenn Peter Pistorius das Glück des Tüchtigen hat, wird das ab der
Jahresmitte 2008 passieren. Doch der oberste Berliner weiß nur zu gut, dass die
Hauptursache seiner Leiden der willkürliche und rechtswidrige Rauswurf von 2004
ist, den Brandenburgs CEO überall die „größte Idiotie des deutschen
Verbandswesens“ nennt. Und die kann kein Insolvenzplan heilen.
Und so wühlt der
„unkaputtbare“ Brandenburger Quälgeist genüsslich in Konkens riesigen Wunden:
„Wer den DJV retten will, muss an die Wurzeln gehen. Die Wurzeln des Übels sind
die in stalinistischer Willkür gewissenlos inszenierten idiotischen Rauswürfe.
Mit dem ganzen DJV wird es erst wieder aufwärts gehen, wenn die Täter von 2004
entfernt und bestraft sind.“ |
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