




| „Golden Goal“ für Brandenburg |
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| Donnerstag, 01. Mai 2008 | |
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DJV verliert die Schlacht um Beitrag vs. Strukturhilfe - Brandenburg ohne Finanz-Risiko
Brandenburgs Siegeslauf
ist nicht zu stoppen. Jetzt hat der bei der Verbands-Linken verhasste liberale
Landesverband schon wieder eine entscheidende Schlacht in dem vom Deutschen
Journalisten-Verband (DJV) am 22. Juni 2004 mutwillig angezettelten
Funktionärskrieg gewonnen. „Der Versuch, uns nach dem spektakulär gescheiterten
Rauswurf aus dem Bundesverband dann eben das finanzielle Lebenslicht
auszublasen, ist verdientermaßen endgültig misslungen,“ freut sich der
Brandenburgische „Chief Executive Officer“ (vulgo: Vorsitzender) Hans Werner
Conen. ![]()
In einem am 5. März 2008
vor dem Brandenburgischen Oberlandesgericht mit massiver Nachhilfe des Vierten
Zivilsenats geschlossenen und am 14. April 2008 vom DJV-Gesamtvorstand in Fulda
- zähneknirschend - genehmigten Vergleich ist von den ursprünglichen
Forderungen des DJV nichts übrig geblieben.
Mit seiner - beim
Landgericht Potsdam zunächst sogar erfolgreichen - Klage von 2006 hatte der DJV
vom DJV-Brandenburg rund 18.700 Euro vorgeblich rückständigen Beitrag für die
Monate Juli, August und September 2005 gefordert. Schon damals waren nach
DJV-Rechnung über 50.000 Euro aufgelaufen. Die wären im Obsiegensfalle schnell
auch noch geltend gemacht worden. Der Beitragsanspruch an sich war nie streitig. Es ging nur um die Art der Zahlung. Das hat freilich notorisch uninformierte Anti-Brandenburg-Eiferer wie den Sozialrentner Karl „Der kleine Stalin“ Geibel aus DJV-Südwest nie gehindert zu verbreiten, sein Erzfeind Conen verweigere doch glatt die Beitragszahlung. Bis heute empören sich von Tatsachen unbeeindruckbare Apparatschiks über diesen frei erfundenen Skandal.
Vielmehr hat der
Landesverband schon vor der Klage des Bundesverbands die Aufrechnung des
Beitrags mit der seit Juli 2004 verweigerten Strukturhilfe erklärt. Die
Aufrechnung ist eine Form der Zahlung; Forderungen werden mit Gegenforderungen
verrechnet, nur der Saldo wird gezahlt. Da die Strukturhilfe seit 1990 beim
DJV-Brandenburg stets den Beitrag zum Bundesverband überstiegen hatte, ergab
die Gegenrechnung - auch für die Jahre nach dem so blamabel gescheiterten Ausschluss
- einen satten Überschuss zugunsten des Landesverbands.
Die Forderung des DJV auf
Beitrag mit einer Gegenforderung, nämlich der auf Strukturhilfe, aufzurechnen,
war Gegenstand der gerichtlichen Auseinandersetzung, nach Einlegung der
Berufung geführt beim Brandenburgischen Oberlandesgericht (OLG) in Brandenburg
an der Havel. Und dort - im Gerichtsgebäude war früher die Parteischule der SED
untergebracht, verbrecherische Verlogenheit war also lange der Genius loci -
erlebte der DJV seit Mitte 2007 das Zerbröseln seiner sicher geglaubten
Position.
Denn die beruhte auf Lug
und Trug, auf Ganovenlist. Und auf einem verschlagenen Winkeladvokatentum, das
selbst den erst seit 1. Januar 2007 amtierenden neuen Brandenburgischen
Vorsitzenden überrascht hat. Denn die Aufrechnung funktioniert nur, wenn
Forderung und Gegenforderung dieselben (Rechts-) Personen betreffen. Das war
vierzehn Jahre lang im DJV gegeben: Die „bedürftigen“ Landesverbände schuldeten
Beitrag demselben Bundesverband, von dem sie auch Strukturhilfe fordern
konnten.
Doch um das verhasste
Brandenburg vor die finanzielle Wand laufen zu lassen, sollte der Conen-Verband
nun zwar Beitrag an den DJV zahlen, aber sich wegen der Strukturhilfe an einen
vorgeblichen „Länderfonds“ wenden müssen, gegen den es gar keinen Anspruch gab.
Es war eine Strohmann-Konstruktion wie sie Wirtschaftskriminelle für ihre
Betrügereien gerne einrichten. So wollten Konken, Engeroff, Pöppelmann und Genossen
die Aufrechnung von Beitrag und Strukturhilfe listig hintertreiben - und den
siegreichen DJV-Brandenburg finanziell ruinieren.
Daraus wurde nichts. Was
die ewigen Pechvögel um den ersten Arbeitslosen auf dem DJV-Thron auch
unternehmen - es geht schief. Das Gericht glaubte ihnen am Ende schlicht nicht, dass „die Landesverbände“ dem DJV die Strukturhilfe mitsamt dem Geld dafür „entzogen“ hätten. Besonders clever war die Lüge ohnehin nicht. Denn wenn in einem Verein mit achtzehn Mitgliedern schlappe siebzehn etwas unbedingt wollen, können sich die auch durchsetzen - und müssen nicht, wie sie dem Gericht treuherzig vorflunkerten, einen vom Verein getrennten „Fonds“ gründen. Der hat nur einen Sinn: Das verhasste achtzehnte Vereinsmitglied auszugrenzen und in eine finanziell ausweglose Lage zu bringen. Denn der DJV muss trotz allem seine Mitglieder gleich behandeln, der „Länderfonds“ nicht. Nur darum ging es.
Das Problem in den meist
vom DJV-Bundesverband in der dort üblichen Mischung aus Selbstüberschätzung,
juristischer Inkompetenz und rechtsverachtendem Funktionärs-Stalinismus vom
Zaun gebrochenen Gerichtsverfahren ist immer das gleiche. Für viele Richter,
namentlich im staatsgläubigen Osten, ist erst einmal klar, dass sich da der
hochseriöse, quasi staatstragende Journalisten-Verband zu seinem Bedauern gegen
einen kleinen Stänkerer wehren muss, der sich nicht an die Verbands-Ordnung
hält.
Es dauert meist eine
Weile, bis die Potemkin-Fassade des DJV bröckelt, bis sich das Image eines
anständigen, pflichtgetreuen Verbands als Fata Morgana erweist. Erst dann, dann
aber umso klarer ruht der Blick der Richter auf dreisten Lügen, die Prozessbetrug
sein können, auf abstrusen Haarspaltereien und unseriösem Winkeladvokatentum
von unterirdischer intellektueller Qualität.
In dem jetzt durch
„siegreichen Vergleich" (Brandenburgs Rosenberg) beendeten Berufungsverfahren
um die Aufrechnung von DJV-Beitrag und DJV-Strukturhilfe war das besonders
deutlich. „Die Sache ist zugunsten des DJV-Brandenburg gelaufen“, war sich ein
juristischer Prozessbeobachter schon nach der mündlichen Verhandlung am 29.
August 2007 sicher. Denn die Richter hatten vom Kläger DJV keine plausible
Erklärung dafür bekommen, dass der verbandsinterne Finanzausgleich
Strukturhilfe plötzlich nicht mehr Sache des Bundesverbands sein sollte,
sondern an einen „Länderfonds“ abgegeben worden sein sollte, gegen den
Brandenburg keine Ansprüche hatte. „Ein Musterbeispiel für ‚Der Zweck heiligt
die Mittel’ im DJV, “ sagte schon damals Brandenburgs Finanzvorstand Hans
Rudolf Koch.
Als die immer hilfloser
werdenden DJV-Apparatschiks und ihr Anwalt Roger Schwarz, sonst oft
allerchristlichster Missionar für Afrika, dem Gericht das mit dem trickreich
wegdefinierten Rechtsanspruch Brandenburgs nicht erklären konnten und allen
Ernstes vortrugen, sie wüssten rein gar nichts über den „Länderfonds“, riss der
resoluten Senats-Vorsitzenden der Geduldsfaden.
Von nun an veränderte
sich die Stimmung im Gerichtssaal merklich - Richter reagieren meist sehr
allergisch, wenn sie merken, dass sie angelogen werden. „Unrecht’ Gut gedeihet
nicht, “ freute sich schon damals Brandenburgs CEO Conen, der beim Gericht die
Schwelle vom „guten, seriösen“ DJV zum „bösen, lügenden“ DJV überwunden sah.
Auch Karl-Josef Döhring,
designierter Nachfolger des beredt schweigenden Hauptgeschäftsführers Hubert
„Der Pate“ Engeroff, blieb bei seinen Ausflügen in die weite Welt des Glaubens
und Meinens ohne Widerspruch der versammelten Einfältigen. „Der Bund“, so
Döhring tatsachenfrei, sei kein Adressat mehr für Ansprüche auf
Unterstützungszahlungen. Nur zahlen muss er laut Vergleich, sogar bis Mitte
2008. Auch hier nickten DJV-Granden gehorsam - weitab vom Begreifen. Gänzlich
aus dem Wolkenreich der Phantasie berichtete Döhring mit der tollkühnen
Behauptung, in einem „zweiten Teil“ des Vergleichs werde klargestellt, dass der
„Strukturhilfefonds ein freiwilliger Zusammenschluss einer Reihe von
Landesverbänden“ sei. Der Vergleich hat sechs Ziffern, aber keinen „zweiten
Teil“, und von einem „freiwilligen Zusammenschluss einer Reihe von
Landesverbänden“ findet sich dort rein gar nichts. Doch tut das dem Glauben
keinen Abbruch.
Es sind hauptamtliche
Funktionäre mit der Moral der gern gegeißelten Heuschrecken, die die
„Gewerkschaft“ DJV völlig gewissensfrei als fette Pfründe sehen. Funktionäre
heucheln routiniert die jeweils gefragten Ideale, leiern gekonnt herunter, was
die Zahler hören wollen. In Wahrheit ist ihr Programm ganz schlicht: „Ich“. Dass
sie dabei bestenfalls naive, oft schlicht dumme Ehrenämtler locker in die
Tasche stecken, merken die Betroffenen in der Regel nicht einmal.
Brandenburgs Minhardt:
„Das hat die Gruppendynamik einer Sekte. Was die Gurus erzählen, wird unbesehen
geglaubt, und mag es noch so debil und leicht nachprüfbar falsch sein.“ Deshalb
beschränkten sich die Abgesandten der „Vergleichs-Sieger“ auf freundliches
Schmunzeln und unverbindliche Worte. Ihr Interesse war, die Zustimmung des
Gesamtvorstands nicht durch störende Hinweise auf Tatsachen zu gefährden - das
Aufwecken von Schlafwandlern gilt als gefährlich.
Auch diese Rechnung ging
auf: Mit 15 zu 5 biss - wie zuvor schon einstimmig Konkens Chaos-Truppe
Bundesvorstand - der Gesamtvorstand in den sauren Apfel. Conen war zufrieden:
„An apple a day keeps the doctor away“, sinnierte der Sieger von der Havel.
Im Gerichtssaal E 14 in
Brandenburg hatte die resolute und ihre Pappenheimer inzwischen gut kennende
Senatsvorsitzende die DJV-Mogule ermahnt, endlich ihren Frieden mit Brandenburg
zu machen: „Sie sind aufeinander angewiesen, Sie sind aneinander gekettet“, warb
die Richterin. |
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