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Der DJV zahlt immer, Brandenburg nie 




| Der DJV zahlt immer, Brandenburg nie |
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| Dienstag, 19. Februar 2008 | |
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„Ich erkläre den Sondierungsversuch für beendet,“ herrschte DJV-Hauptgeschäftsführer Hubert „Der Pate“ Engeroff am 4. Januar 2008 per Fax den „sehr geehrten Herrn Conen“ an. Der rüde Ton ließ den omnipräsenten Erzfeind der niedergehenden Journalisten-Organisation an das für alternde Gewerkschaftsfunktionäre typische Feudalgehabe nach Art des „Alle Räder stehen still, wenn mein starker Arm es will“ denken. Brandenburgs Conen: „Engeroff ist ein tragischer Fall. Aus dem mächtigen Strippenzieher ist ein zahnloser Kläffer geworden. Ein Abgang ohne Würde. Schade.“ Die Wut des Geschäftsführers, dem die Geschäfte immer mehr entgleiten, hatte sich in zwei Gesprächen mit dem DJV-Brandenburg entzündet. Dort hatte der zusammen mit „Justitiar“ Benno „The Loser“ Pöppelmann beauftragte Verhandler erst nett geplaudert und dann einen „Vorschlag“ auf den Tisch gelegt. Danach wollte der DJV-Bundesverband für die Zeit vor dem 31. Dezember 2007 auf rund 60.000 Euro Mitgliedsbeitrag verzichten, wenn der Landesverband Brandenburg doppelt soviel Strukturhilfe in den Wind schreibe und seinen Schaden aus dem unwirksamen Ausschluß von 2004 von bis zu einer Million Euro selber trage und obendrein auf seine Kosten alle anhängigen Prozesse beende. Dann, so Engeroff allen Ernstes, müsse der DJV-Brandenburg ab Jahresbeginn 2008 noch bei ca. elf Euro eigenen Einnahmen mehr als acht Euro je Mitglied und Monat an den Bundesverband zahlen und dürfe einmal unverbindlich versuchen, ob ihm der Landesverband Nordrhein-Westfalen aus dem ominösen geheimen „Länderfonds“ etwas zukommen lasse, womit der DJV allerdings rein gar nichts zu tun habe. Und Kritik am Bundesverband sei natürlich auch für alle Zeiten verboten. „Ist das zustimmungsfähig?“ fragte die Drückerkolonne vom DJV erwartungsfroh. „Ich erkläre den Sondierungsversuch für beendet,“ herrschte DJV-Hauptgeschäftsführer Hubert „Der Pate“ Engeroff am 4. Januar 2008 per Fax den „sehr geehrten Herrn Conen“ an.
Der rüde Ton ließ den
omnipräsenten Erzfeind der niedergehenden Journalisten-Organisation an
das für alternde Gewerkschaftsfunktionäre typische Feudalgehabe nach
Art des „Alle Räder stehen still, wenn mein starker Arm es will“
denken. Brandenburgs Conen: „Engeroff ist ein tragischer Fall. Aus dem
mächtigen Strippenzieher ist ein zahnloser Kläffer geworden. Ein Abgang
ohne Würde. Schade.“
Danach wollte der DJV-Bundesverband für die Zeit vor dem 31. Dezember 2007 auf rund 60.000 Euro Mitgliedsbeitrag verzichten, wenn der Landesverband Brandenburg doppelt soviel Strukturhilfe in den Wind schreibe und seinen Schaden aus dem unwirksamen Ausschluß von 2004 von bis zu einer Million Euro selber trage und obendrein auf seine Kosten alle anhängigen Prozesse beende. Dann, so Engeroff allen Ernstes, müsse der DJV-Brandenburg ab Jahresbeginn 2008 noch bei ca. elf Euro eigenen Einnahmen mehr als acht Euro je Mitglied und Monat an den Bundesverband zahlen und dürfe einmal unverbindlich versuchen, ob ihm der Landesverband Nordrhein-Westfalen aus dem ominösen geheimen „Länderfonds“ etwas zukommen lasse, womit der DJV allerdings rein gar nichts zu tun habe. Und Kritik am Bundesverband sei natürlich auch für alle Zeiten verboten. „Ist das zustimmungsfähig?“ fragte die Drückerkolonne vom DJV erwartungsfroh. „Nein“, erwiderte Brandenburgs Conen freundlich. Damit waren die „Sondierungen“ sang- und klanglos gescheitert. Mit-Verhandler Klaus Minhardt resümierte auf dem Heimweg ins Brandenburgische: „Der DJV lebt in einer selbstgebastelten Parallelwelt. Da ist er stark und mächtig und kann anderen ruinöse Bedingungen stellen. Die reale Welt mit all den verlorenen Prozessen, den leeren Kassen und der frustrierenden Machtlosigkeit ist verdrängt. Unter solchen Umständen sind Verhandlungen sinnlos. Was uns bleibt, ist das Vertrauen in die Gerichte.“ Ein paar Tage später läutete auf Conens Landsitz in Frankreich das Telefon. Der Handlungsreisende Hubert Engeroff hatte sich alles noch einmal überlegt - und wollte plötzlich doch wieder „sondieren“. Er hatte sogar einen „Appetizer“ vorbereitet, den er stolz präsentierte: „Der DJV könnte 60.000 Euro an Brandenburg zahlen, nur Schadenersatz darf es nicht heißen,“ gab sich der „Pate“ kumpelhaft. Schon „in den nächsten Tagen“, so der Strippenzieher, wolle er sich mit Conen zu einem geheimen „Spitzengespräch“ treffen, um „die Kuh vom Eis zu holen“. Der Brandenburger nahm’s schmunzelnd zur Kenntnis. Obendrein kündigte Engeroff, der übers Jahr in Rente muß, die Ausarbeitung von „Überlegungen“ an. Als die per E-Mail am 21. Januar 2008 bei Conen eintrafen, war klar, daß auch der neue Versuch „Übertölpelung auf brutalst-niedrigem Niveau“ (Conen) bezweckte. Die nur drei Tage vorher angebotenen 60.000 Euro kamen schon nicht mehr vor, der DJV-Brandenburg sollte auf seinem Schaden sitzen bleiben, vollen Beitrag zahlen und als einziger ostdeutscher Verband keine Strukturhilfe erhalten. Und für immer dem Mund halten. Der hält mich wohl für blöd,“ entfuhr es Conen. Dann bekräftigte er noch am selben Tage die Position des Siegers in Dutzenden von Prozessen. Der ausgestrickste Trickser Engeroff änderte prompt schon wieder seine Richtung: „In einem weiteren Gespräch vorab sehe ich keinen Sinn mehr,“ gab er per E-Mail den Gekränkten. In Conens Bericht an seine Vorstandskollegen, der dem Stadl vorliegt, heißt es: „Wir durften uns den Gesprächen nicht verweigern; schließlich haben wir sie drei Jahre lang gefordert. Wir sind aber auf Gestalten gestoßen, die es wie erwischte Kleinkriminelle allen Ernstes ungerecht finden, daß sie ihre Beute wieder hergeben und für den Schaden bezahlen sollen.“ Nach dem Bericht war für den schnellen Abbruch ausschlaggebend, daß „Justitiar“ Pöppelmann in „der Art eines Winkeladvokaten“ auftrumpfte, dem DJV-Brandenburg sei gar kein Unrecht geschehen und der Bundesverband sei das arme Opfer einer uneinsichtigen Justiz - die Richter seien zu dumm gewesen. Was jetzt kommt, ist klar: The show must go on! - die Gerichte werden mehr oder weniger schnell über Beitrag und Strukturhilfe, Schadenersatz und die Aufnahme abgespaltener konkurrierender Verbände entscheiden. Dabei sind die Risiken sehr ungleich verteilt. Wie der Brandenburgische Vorsitzende im Stadl-Interview erläuterte, muß sein Verband selbst dann nichts an den DJV zahlen, wenn von nun an sämtliche Urteile zu seinen Ungunsten ausgehen. Denn der DJV-Bundesverband ist wegen der Gleichbehandlungspflicht gehalten, Schulden des DJV-Brandenburg ebenso zu erlassen wie er das schon bei den „gewünschten“, aber insolventen „neuen“ Verbänden getan hat. Einen solchen Forderungsverzicht - auch in Form eines „Rangrücktritts“ - hat der Bundesverband schon schriftlich angeboten und sogar dem Brandenburgischen Oberlandesgericht (OLG) vorgelegt. Sollte also das Brandenburgische OLG den Beitraganspruch des DJV bestätigen und die Verrechnung mit Strukturhilfe verwerfen, zahlt Brandenburg trotzdem - nichts. Sollte das Landgericht Berlin die Klage des DJV-Brandenburg auf Schadenersatz etwa wegen abgeworbener Mitglieder abweisen, bliebe alles, wie es ist; Brandenburg zahlt - nichts. Sollte das Kammergericht Berlin die Aufnahme konkurrierender Verbände als rechtmäßig ansehen, bliebe alles, wie es ist; Brandenburg zahlt - nichts. Wenn aber Brandenburg auch nur einen Prozeß gewinnt, kommen auf den DJV unübersehbare Zahlungspflichten zu. Die Kasse ist leer, die Rückabwicklung der mit heißem Herzen, aber ohne Verstand inszenierten Exorzismen gegen Berlin und Brandenburg aber unübersehbar teuer. Das riecht nach Insolvenz.
Danach sieht es nicht aus. Wer
in einer solchen Lage Vergleichsverhandlungen hochnäsig abbricht, hat
das Problem nicht verstanden. Aus Engeroffs nachträglichem Versuch,
doch noch zu verhandeln, schließt man in Brandenburg auf das übliche
Problem des Journo-Verbands: Von sich selbst berauschte
Alt-Achtundsechziger, arbeitslose Stadtmarketingberater und
pensionierte Lokalschreiber aus der Provinz, fast alle mit
SPD-Parteibuch als eine Art Versicherungspolice ausgestattet, glauben
felsenfest daran, daß für sie Recht und Gesetz nicht gelten. Wie meinte
Karl „Der Arbeiterführer“ Geibel, seit zweiundzwanzig Jahren
Alleinherrscher in Deutsch-Südwest: „Wo kommen wir hin, wenn
hergelaufene Richter uns vorschreiben wollen, was wir zu tun haben.“
Geigenannt, weiß sich beim Kampf gegen Auch der sonst ziemlich unbekannte Rechtsanwalt Roger Schwarz, der den DJV bei Gericht von Niederlage zu Niederlage führt, ist eigentlich im Auftrag des Herrn unterwegs: Als Missionar einer Fundi-Sekte aus Schleswig-Holstein bekehrt er in Afrika die Schwarzen zum wahren Glauben. Derweil denkt Brandenburgs Conen gern an die Zeit beim DJV Baden-Württemberg zurück: „Geibel hat mich damals nach dem Vorbild der Heiligen Inquisition vor die Wahl gestellt, entweder meine politische Meinung zu ‚widerrufen’ oder gefeuert zu werden. Da habe ich entschieden, daß aus der Karteileiche Conen der DJV-Vorsitzende Conen wird. Wer mir also für all das Gute danken möchte, das ich für den DJV schon getan habe, sollte den ‚Kleinen Stalin’ nicht vergessen - danke Charly.“ War schon vor bald vier Jahren der inzwischen mit Pauken und Trompeten gescheiterte Rauswurf der Landesverbände Berlin und Brandenburg „die größte Idiotie in der deutschen Gewerkschaftsgeschichte“, so denken die falschen Propheten von damals noch immer nicht daran, von ihrem Opfer DJV abzulassen. Ein Blick in das Protokoll der bizarren Veranstaltung des Gesamtvorstands am 21. und 22. Juni 2004 in Schwerin läßt keinen Zweifel an den Verantwortlichen: Michael „Das Weichei“ Konken, gerade als SPD-Versorgungsfall übernommen und prompt mit dem „ersten geheimen Streik der Gewerkschaftsgeschichte“ (Conen) und dem ersten Minus-Ergebnis seit Anbeginn des DJV als Total-Versager geoutet, brauchte äußere „Feinde“ zur Ablenkung von seiner Unfähigkeit.
Wolfgang „Mister Weißbier“ Stöckel, als rotnasiger CSU-Schwarzer in geheimer Mission im Schulamt der SPD-regierten Stadt Nürnberg versackt, mußte seinen linken Kumpanen vom DJV-Politbüro seine besondere Treue zur roten Fahne beweisen und nahm deshalb als Antragsteller die Position des Ober-Exorzisten („Weiche, Satan!“) gegen Berlin und Brandenburg ein.
Benno „The Loser“ Pöppelmann, frustrierter Verbands-Justitiar, statt mit juristischem Sachverstand mit reichlich Killer-Instinkt versehen, wollte endlich den vor allem in Tariffragen immer erfolgloseren Hauptgeschäftsführer Engeroff in die Frührente treiben und das Pöstchen erben. Dazu erzählte der listige, aber eben nicht kluge Ex-Juso den Verbands- Granden, ein - noch nie dagewesener - Ausschluß zweier Landesverbände mit über 5.000 Mitgliedern verspreche ewigen Ruhm, sei von ihm bestens vorbereitet, juristisch „geprüft absolut sicher“ und finanziell „völlig risikolos“.
Die „Sieben von Schwerin“ haben das größte anzunehmende Desaster verursacht - sehenden Auges, mit voller Absicht, denn sie waren vor dem „Super-GAU des DJV“ gewarnt, etwa vom früheren nordrheinwestfälischen Landeschef Kroemer, der darob wüst beschimpft wurde. Es war, so Conen-Berater Rosenberg, die „größte Idiotie des deutschen Gewerkschaftswesens“. Sie jährt sich bald zum vierten Mal. Die Täter von damals haben seither mit dem Fanatismus von Sekten-Missionaren nichts unversucht gelassen, doch noch zum „Endsieg“ zu kommen. Alles vergebens, der DJV ist so gut wie pleite und bei Politik und Arbeitgebern eine Lachnummer. Und doch machen die Täter weiter und die Mitläufer laufen weiter mit - bis alles in Scherben fällt?
Konken, Geibel, Pöppelmann und Spießgesellen fürchten, für die gigantischen Schäden haftbar gemacht zu werden, die sie angerichtet haben. Ihre Panik sagt denen im Bunker, daß sie nicht aufgeben dürfen. Denn sobald sie keine „Macht“ mehr haben, so gruseln sie sich, werden sie in einem „Tribunal der Sieger“ für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen. „Krieg kann man alleine anfangen, Frieden geht nur gemeinsam,“ sinnierte Brandenburgs DJV-Vorsitzender Hans Werner Conen kürzlich. Und er fügte hinzu: „Aber wie soll das laufen - mit solchen Gestalten?“ |
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