|
Mittwoch, 14. Mai 2008 |
|
Anna von
Garmissen, Chefredakteurin des
DJV-Zentralorgans „Journalist“, bekam Post vom DJV-Brandenburg. Ob denn, so die
Anfrage aus Berlin, der „Journalist“ („Bäckerblume des DJV“) sich an den
Pressekodex zu halten beabsichtige, der insbesondere bei gerichtlichen
Verfahren eine „Folgeberichterstattung“ vorschreibe, wenn sich der ursprünglich
veröffentlichte Sachverhalt geändert habe. Dabei nahm der DJV-Brandenburg Bezug
auf die „Journalist“-Meldung vom November 2006, in der Konkens Kampfblatt unter
der Überschrift „DJV gewinnt gegen Landesverband Brandenburg“ ziemlich
unjournalistisches Triumphgeheul über ein vorläufiges Urteil angestimmt hatte,
das in der Berufungsinstanz keinen Bestand hatte. Von Garmissen, ein
jugendliches Leichtgewicht, schweigt bisher. „Dann müssen wir die Sache wohl
dem Presserat vorlegen“, überlegt der Brandenburgische Vorstand, „der hat ja die
frühere Chefredakteurin Kaiser auch schon wegen Nachrichtenfälschung
verurteilt.“
|
|
|
Montag, 12. Mai 2008 |
|
Hubert
Engeroff,
Noch-Hauptgeschäftsführer beim abgewirtschafteten DJV-Bundesverband mit
Luxus-Gehalt, leidet an einer Lese-Schwäche. Auf der Suche nach
Kleinkariertheiten, mit denen man dem verhassten Prozess-Gewinner Brandenburg
ein bisschen ärgern könnte, kam der als „Der Pate“ berüchtigte Trickser auf die
Idee eines Poststreiks. Auf Engeroffs Befehl wurde in der Bonner
Geschäftsstelle des DJV der E-Mail-Versand von Gesamtvorstands-Einladungen und
-unterlagen an Brandenburg, der bislang erfolgte, gestoppt. Nur noch per
Einschreiben mit Rückschein, so des Hauptgeschäftführers Weisung, solle der
„böse“ Verband versorgt werden, mit der entsprechenden Verzögerung. Auf Anfrage
flunkerte der Mann aus Bonn etwas vom Wunsch des Landesverbands. Der hatte
jedoch nichts dergleichen verlangt. Nachdem Brandenburg nun - erneut - um E-Mail
gebeten hat, gibt sich Engeroff begriffsstutzig. Allen Ernstes fragte er an, ob
denn „E-Mail“ auch wirklich E-Mail bedeute.
|
|
|
Sonntag, 11. Mai 2008 |
|
Hans-Ulrich
Heuser, Rentner und Anführer
im Hessischen Journalisten-Verband, wollte es noch einmal wissen: Hat man bei
Gericht eine Siegeschance gegen Hans Werner Conen? Jetzt weiß er es: Man hat
keine. Heuser hatte im Vereinsblatt Unwahres verbreitet und war dafür von
Conens Anwälten mit Gegendarstellung, Richtigstellung und Unterlassung
überzogen worden. Mit „Unterstützung“ von DJV-„Justitiar“ Pöppelmann wollte
sich Heuser vor den Folgen drücken. Beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
verweigerte er die getrennten - drei - Anwaltsgebühren. Vergeblich. Das Gericht
drohte mit einem klaren Urteil und legte einen Vergleich nahe: Der sieht vor, dass
Heuser und sein Verein alle Rechnungen voll bezahlen müssen. Auch das kuriose
Heuser-Argument, es sei doch üblich, dass Journalisten falsch berichteten, fand
das Gericht nicht überzeugend. Immerhin weiß Heuser jetzt, wie man Prozesse
ganz sicher verliert: Man folgt dem Rat eines gewissen Pöppelmann.
|
|
|
Samstag, 03. Mai 2008 |
|
Gerhard
Kothy, als Vorsitzender des
linken Spalter-Clubs „Verein Berliner Journalisten“ VBJ größter
Subventionsgeld-Vernichter im DJV, war sich zu fein zum Demonstrieren. Der um keine
Belehrung über Solidarität verlegene Parteibuch-Mann aus dem RBB wurde nirgends
gesehen, als ein trübseliges Häuflein von Mitgliedern seines Vereins mit ein
paar Berufs-Demonstranten von der Müll-Gewerkschaft Verdi vor dem Hauptquartier
des Axel-Springer-Verlags zur „machtvollen Großdemo“ aufzog. Ganze neun
Protestierer schwenkten Zettel wegen der gefährdeten Eigenständigkeit der
Rostocker „Ostsee-Zeitung“, die niemand wollte. Wohlweislich hatte Kothy seinen
DJV-Kollegen Pistorius vom weit größeren DJV-Berlin gar nicht erst eingeladen.
Denn Pistorius hatte im vergangenen Jahr rund achtzig Demonstranten vor das
Springer-Haus gebracht und selbst eine flammende Rede gehalten. Solche Leute
mag der eitle Arbeiterführer vom VBJ mit Alleinvertretungsanspruch nicht. Leute
wie er haben nur „Erfolg“, wenn es keine Vergleichsmöglichkeit gibt.
|
|
|
Samstag, 03. Mai 2008 |
|
Wolfgang
Stöckel, als Rotnase mit
schwarzem Parteibuch beim Schulamt der Stadt Nürnberg im
Karriere-Abklingbecken, sah im Gesamtvorstand des DJV böse Mächte am Werke. Den
Blick fest auf Brandenburgs geschäftsführenden Vorstand Klaus Minhardt und
dessen Laptop-Computer gerichtet, meldete sich der Weißbierfreund
außerplanmäßig zu Wort und forderte, die Benutzung von PCs müsse augenblicklich
verboten werden. Es sei, so die jüngst von 0,8 Prozent der bayerischen DJVler
wiedergewählte Amtsperson, „widerlich und grob unanständig“, einen Computer in
der Sitzung zu benutzen. Warum das so sein soll, mochte er nicht sagen. Auf
Zuruf irritierter Sitzungsteilnehmer, auch die Großmogule des zerstrittenen
Verbands wie „Pressesprecher“ Hendrik „Virenkaiser“ Zörner oder das Jungvolk
vom Zentralorgan „Journalist“ benutzten Laptops, stotterte Stöckel, die habe er
natürlich nicht gemeint, das Verbot solle nur Brandenburg treffen. Minhardt,
dem das Gemüt eines Elefanten nachgesagt wird, schaute während des bizarren
Auftritts von „Mister Weißbier“ nicht einmal auf und bearbeitete ungerührt
wichtige Daten.
|
|
|
Samstag, 26. April 2008 |
|
Karl
Geibel, Sozialrentner und
Alleineigentümer des DJV Baden-Württemberg, hat Schwierigkeiten beim
Kopfrechnen. Bei der Diskussion des gerichtlichen Vergleichs mit dem
DJV-Brandenburg im Gesamtvorstand des niedergehenden DJV blieben alle Versuche
vergeblich, dem seit 22 Jahren als „kleiner Stalin“ auftretenden
Alleinherrscher die Berechnung der an Brandenburg fließenden Zahlung
verständlich zu machen. Auch der Hinweis, es seien Zahlen aus dem
Vergleichangebot vom September 2007, dem er damals zugestimmt hatte, konnten
den mehrfach verurteilten Nachrichtenfälscher nicht überzeugen. „Es kann etwas
nicht stimmen, wenn Brandenburg Geld bekommt“, räsonierte der Arbeiterführer.
DJV-„Justitiar“ Benno „The Loser“ Pöppelmann, selbst gedanklicher
Spitzenleistungen unverdächtig, versprach dem Uneinsichtigen, noch Unterlagen
zu schicken.
|
|
|
Sonntag, 20. April 2008 |
|
Helmut
Dahlmann, als Einschlafhilfe
geschätzter charismafreier Arbeiterführer Spitzenkraft beim DJV Landesverband
Nordrhein-Westfalen, setzte neue Maßstäbe für Demokratie á la DJV. Mit ganzen
78 Stimmen - das ist ein (!) Prozent der Mitgliedschaft des zweitstärksten
DJV-Gaus - wurde der Hardliner als Delegierter gewählt. Wie in Vorwende-Zeiten
im Ostblock üblich, veröffentliche der NRW-Verband die Nachricht („Dahlmann hat
die meisten Stimmen“) mit einigen Tagen Verzögerung. Abgesehen von der
Delegiertenwahl war der „Gewerkschaftstag“ des DJV-NRW am 19. April 2008 in
Iserlohn streng geheim. Der Landesverband berichtete mit keinem Wort über
seinen eigenen Kongress. Ob Berichterstatter beim Meeting des Journalistenverbands
zugelassen waren, ist unklar. Jedenfalls sind keine Berichte bekannt.
|
|
|
Dienstag, 15. April 2008 |
|
Benno
Pöppelmann, als
DJV-„Justitiar“ seit 2004 unangefochtener Deutscher Meister im Prozessvergeigen
und dafür mit dem Titel „The Loser“ ausgezeichnet, musste nach Sitzungsende des
DJV-Gesamtvorstands am 14. April 2008 einen schweren Gang antreten. Während
Vorsitzender Hans Werner Conen und Geschäftsführer Klaus Minhardt sich vor der
Rückreise ins Brandenburgische an der vom DJV spendierten Suppe stärkten,
näherte sich der Funktionär mit der Frage nach der Bankverbindung der Sieger
zwecks Überweisung von rund 11.500 Euro. Die trafen kurz vor Fristende beim
DJV-Brandenburg ein.
|
|
|